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Großer Schützenfestzug mit Proklamation der Könige PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 13. Juni 2019
   Großer Schützenfestzug mit Proklamation der Gau- und Bundeskönige

Spalt: 1100Teilnehmer am Festzug und eine Liebeserklärung
Großer Schützenfestzug läutete beim Volksfest das Finale von Bundes-, Gau- und Bürgerschießen ein.


In den vergangenen Monaten hieß es für die Schützengesellschaft (SG) 1562 Spalt so richtig die Ärmel hochkrempeln und einen Dreifachwettbewerb zu organisieren: Gau-, Bundes- und Bürgerschießen. Zum großen Finale bot nun das Volksfest den passenden Rahmen für einen prächtigen Schützenfestzug mit über 1100 Teilnehmern.

Der Einzug der Schützengesellschaft Spalt, angeführt von Fahnenträger Herbert Kollinger, sorgte für Sonderapplaus des Publikums im Festzelt.

Viele Stunden vor dessen Start galt es aber erst einmal die Ehrengäste sowie die noch amtierenden Schützenkönige unter Klängen der Stadtkapelle zum Gottesdienst im Festzelt abzuholen. Danach lud man dort bei Frühschoppen und Mittagstisch zu geselligem Beisammensein, bevor es dann so richtig ernst und auch warm wurde.
Bei 25 Grad und weiß-blauem Himmel donnerten Böllerschützen und einige Kanonen ihre Salven in die Luft, während die teilnehmenden 51 Gruppen des Zuges zur Aufstellung in der Dr. Merkenschlager-Straße marschierten.

Womit die Verantwortlichen vom üblichen Treffpunkt in der langen Gasse abwichen. Doch so konnten die Böller in Sichtweise salutieren, was übrigens für interessante Echo-Effekte sorgte. Die Bogenschützen der gastgebenden Gesellschaft ließen es sich nicht nehmen während des Zuges ihre Sportgeräte mitzuführen, wenngleich auch freilich ohne Pfeile.
Der Einzug der Fahnen erfreute sich im vollen Festzelt großen Beifalls. Seinen Siedepunkt erreichte er, als die Spalter Fahne vom 60-jährigen Herbert Kollinger hereingeschwenkt wurde. Jürgen Hofmann ließ als Schützenmeister der SG Spalt Fest, Schießtage und Vorbereitung noch einmal Revue passieren: Zwei Jahre Planung und drei Monate Umsetzung "münden jetzt in ein großes Finale", stellte er zufrieden fest. Neben den Patenvereinen aus Großweingarten und Enderndorf, aber auch aus Schwabach und Mitteleschenbach, konnte Hofmann weitgereiste Gäste bis aus Irschenberg, Stadtbergen und Sandhausen begrüßen.
Mit dem Festzug, so Gauschützenmeister Josef Grillmayer, habe sich "das Schützenwesen von seiner schönsten Seite gezeigt". Ein Lob, in das auch Bezirksschützenmeister Gerold Ziegler miteinstimmte. Hunderte von ehrenamtlichen Stunden seien hier investiert worden, so Bürgermeister und Schirmherr Udo Weingart. Die SG-Familie habe ihren Ruf als sehr rühriger Verein damit unterstrichen. Die Resonanz darauf in Form der hohen Beteiligung am Festzug sei "eine tolle Liebeserklärung", so Landrat Herbert Eckstein. Der Erfolg beweise, dass die Sportschützen für die Gesellschaft einen bedeutsamen Faktor darstellten. Dreimal rief er "Gut!" ins Publikum – das immer lauter werdend mit "Schuss!" antwortete.

Als neuer Gauschützenkönig konnte sich der Drittplatzierte beim Bundesschießen, Mario Kühnlein von der FSG Hilpoltstein, freuen. Mit einem 62-Teiler setzte er sich vor Thomas Busch (SG Eckersmühlen) und dem Spalter Schützenmeister Jürgen Hofmann durch.

Die neue Jugendkönigin heißt Sophie Alexi (SG Eysölden). Mit einem 92,7-Teiler siegte sie vor Jaqueline Vogel (SG Thalmässing) und Emely Gabriel (ZSSG Katzwang). Zur Gauschützenkönigin wurde Michaela Hell (SV Kleinschwarzenlohe) gekürt, die einen 103,9-Teiler erzielt hatte. Ihr folgten Elisabeth Waldmüller (SG Almenrausch Häusern) und Dagmar Peitz (SG Spalt).

Neuer Pistolenkönig im Schützengau ist Georg Eisenschmid (ZSSV Edelweiß Roth). Sein 120,9-Teiler sorgte für den Sieg vor Jörg Rötter (SG Thalmässing) und Michael Jank (SSV Worzeldorf).

Zum ersten Mal überhaupt wurde schließlich auch ein Gaukönig mit der aufgelegten Waffe ermittelt. Diese Scheibe sicherte sich mit dem 91-jährigen Heinz Illing (ZSSG Katzwang) der älteste Aktive des gesamten Gaus. Ein 117,3-Teiler machte es möglich. Auf den Plätzen folgten Angelika Herzog (SG Spalt) und die ehemalige deutsche Meisterin Renate Fischer (SSG Rednitzhembach).


Denn der Verein hat in den vergangenen Monaten zugleich das 66. Gauschießen des Schützengaus Schwabach-Roth-Hilpoltstein und auch noch das 93. Bundesschießen des Mittelfränkischen Schützenbundes (MSB) ausgetragen. Im Festzelt wurden deshalb am Pfingstwochenende gleich zehn neue Könige proklamiert.

Der Gewinner des wichtigsten Titels hatte dabei unter allen Hoheiten den kürzesten Anfahrtsweg: Andreas Bauer vom SV Stirn schnappte sich mit einen 10,2-Teiler den Titel des neuen Bundesschützenkönigs. Xaver Bittl (SV Kleinschwarzenlohe) und Mario Kühnlein (FSG Hilpoltstein) belegten die weiteren Podestplätze. Der neue Bundesjugendkönig heißt Julian Dyrda (SSG Rohr) und verwies mit einem 45,8-Teiler die beiden Nachwuchsschützinnen Corinna Ferstl (SSV Edelweiß Thannhausen) und Laura Pfahler (SG Leibelbach Heuberg/Landkreis Ansbach) auf die nächsten Plätze.

Mit einem eigenen Transparent wurde schon während des Schützenfestzugs die neue Bundesschützenkönigin Alexandra Rubensdörfer vom SV Unterwurmbach gefeiert. Ihr bescherte ein 55,4-Teiler den Sieg vor Corinna Lohse (HSG Nürnberg) und Sieglinde Gerner (SSV Edelweiß Thannhausen).

Zum Bundespistolenkönig avancierte Hermann Spachtholz (SV Concordia Heideck) mit einem 101,8-Teiler. Er verwies damit den Hilpoltsteiner Bundesligaschützen Maxim Konradi auf den zweiten Platz. Dritter wurde Thorsten Schaller (SG Kornburg).

Die Würde des Bundeskönigs bei den Senioren, die mit einer aufgelegten Waffe schießen, gebührt Günter Spieler (SG 1899 Wendelstein). Im Vergleich mit seinem 99,3-Teiler hatten Karl Ultsch (SG Puschendorf) und Günther Doßler (SV Frankenhöhe Ansbach-Elpersdorf) das Nachsehen.

Die Scheibe des Spalter Ehrenschützenmeisters Moritz Herzog gewann Regina Moser von der heimischen Schützengesellschaft mit einem 12,5-Teiler. Ebenfalls erfolgreich war ein Lokalmatador im Wettbewerb um die Festpreise. Klaus Moser schnappte sich mit seinem 8,4-Teiler ein hochwertiges Luftgewehr. Knapper hätte der Sieg nicht sein können. Denn die zweitplatzierte Petra Wittmann (SV Almberg Irfersdorf) landete einen 8,5-Teiler und erhielt dafür ein Fatbike.
Jürgen Leykamm


JÜRGEN LEYKAMM
Foto: Jürgen Leykamm