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Eröffnung des Gau- und Bundesschießen 2019 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 7. April 2019
 Das 66. Gauschießen mit dem 93. Bundesschießen ist eröffnet

Einladung an alle Schützinnen und Schützen sowie an alle Freunde des Schießsports.

Beginn am 09.04.2019

Eine süße, eine Ehren- und eine Zufallsscheibe
Bürger-, Gau- und Bundesschießen in Spalt eröffnet – Böller zogen der Störche zuliebe um – Schießtage ab Dienstag

SPALT (ley) – Die lange Zeit des Wartens hat ein Ende: Das 66. Gauschießen des Schützengaus Schwabach-Roth-Hilpoltstein, das 93. Bundesschießens des Mittelfränkischen Schützenbundes und nicht zuletzt das Bürgerschießen der Hopfen- und Bierstadt Spalt ist nun eröffnet. War es noch den Ehrengästen vorbehalten, den Startschuss im wahrsten Sinn des Wortes zu geben, so darf ab Dienstag jedermann seine Zielsicherheit unter Beweis stellen.



Ab jenem 09. April will das Schützenhaus der Spalter Schützengesellschaft (SG) ordentlich in Beschlag genommen werden. Wer nicht lange mit der Beteiligung zögert, auf den wartet ein Frühstarterbonus. Und wer etwa als Verein oder Betrieb gleich mit mehreren Teilnehmern aufwartet, darf sich Hoffnung auf einen der Meistbeteiligungspreise machen. Zur Eröffnung trafen sich die Ehrengäste erst einmal im Kornhaus. Auf dessen Vorplatz sollten eigentlich, so war es zumindest geplant, die Obererlbacher Böllerschützen mit jenen des Gaus es zu Beginn kräftig krachen lassen. Doch daraus wurde nichts. Aus Rücksicht auf das Storchenpaar, das sich auf den eigens für seinesgleichen errichteten Horst auf dem monumentalen Fachwerkgebäude niedergelassen hat. Stattdessen wurde der Festzug nun am Schützenhaus selbst von den beeindruckenden Böllersalven empfangen. Doch dorthin galt es nach einem Empfang erst einmal zu gelangen. Den Takt dazu gab die Stadtkapelle vor, deren Musiker mit ihrer Konstitution für Aufsehen sorgten. Denn sie spielten auch während des steilen Schlussanstiegs munter auf. Öffentlichkeitswirksam hatte sich der Tross zuvor entlang der Hauptstraße und durch den Kreisverkehr zum Ziel bewegt. Dort zeigte sich Schützenmeister Jürgen Hofmann gleich in mehrfacher Hinsicht zufrieden: Geglückter Empfang mit Böller, dafür ohne Regen – und glückliche Störche, die ihren Platz auf dem Kornhaushorst wieder einnahmen. Zur Eröffnung selbst waren zudem sieben von zwölf mittelfränkischen Schützengauen vertreten, was einer stolzen Quote entspreche, so Hofmann. Begrüßen konnte er zugleich „viele Gönner und Freunden“. Dass es von jenen sehr viele gebe, habe man in den letzten Wochen der Endvorbereitungsphase erkennen dürfen.



Doch nun seien „die Monate des Rackerns“ vorbei, so ein erleichterter Schützenmeister vor rund 150 Gästen im Saal. „Ein Auftakt nach Maß!“ bestätigte in seinem Grußwort Gauschützenmeister Josef Grillmayer. „Das ist Schützentradition pur“, lobte er. Die Ausrichtung sei in besten Händen, würdigte er das Engagement der gastgebenden SG, die großes Verantwortungsbewusstsein bewiesen und ein „hervorragendes Schießprogramm“ auf die Beine gestellt habe. Eine zweijährige Vorbereitungszeit sei nun am Ziel. Ein Kuvert raschelnden Inhalts gab es als Dank seitens des Gaus. Bis zum Sonntag, 19. Mai, darf hier in den verschiedenen Disziplinen angetreten werden. Für reibungslosen und schnellen Ablauf sorgen dabei nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch die neuen, elektronischen Schießstände. Es locken zudem Preise im Gesamtwert von 25.000 Euro, „eine außergewöhnliche Leistung“. Ein gehöriges Scherflein hat dazu die Stadtbrauerei selbst beigetragen, die in Person von Geschäftsführer Udo Weingart vertreten war – zugleich Spalter Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung. Die Ehrenscheibe des Bundesschießens konnte Bezirksschützenmeister Gerold Ziegler übergeben, für den Spalt offensichtlich eine persönliche Bereicherung darstellt: „Ich habe die Freiheit hier kennen gelernt“, so Ziegler in Anspielung auf den Namen des hier hergestellten alkoholfreien Bieres. Weingart selbst betonte, dass allein schon ein Bürgerschießen etwas Wunderbares für einen Schützen sei, ein Gauschießen schon etwas Besonders, ein Bundesschießen aber die Krönung im Schießsport darstelle. „Ich ziehe meinen Hut vor Euch“, so der Schirmherr. Hier komme einfach alles zusammen: Tradition Leidenschaft, Sport und Geselligkeit. Tief in die Geschichte blickte der Ehrenschützenmeister der SG Spalt, Moritz Herzog senior. Die Schützentradition reiche hier eigentlich schon bis in die Zeit des Stadtmauerbaus zurück. Auch die Vielfalt des Schießprogramms des Dreifachwettbewerbs wusste er trefflich zu würdigen: „Eigentlich haben wir eine richtige Schießsportarena“ - und nicht nur ein Schützenhaus. Für die Patenvereine aus Großweingarten, Enderndorf und Mitteleschenbach gelobte dessen Schützenmeister Hermann Lang, mit seinen Mitstreitern für ein gutes Gelingen der Veranstaltung zu sorgen und künftig noch besser zu kooperieren. Bei den Eröffnungsschüssen gab es dann eine Besonderheit zu vermelden. Es stand zum Start nämlich eine „Zufallsscheibe“ im Fokus. Sie gewinnt, wer bezüglich des Teilers einem von fünf Schüssen des Schirmherrn am nächsten kommt. Welchem dieser Handvoll Versuche, wurde indes nicht verraten. Unter lauten Jubel konnte schließlich nicht nur das Bundes-, Gau- und Bürgerschießen für eröffnet erklärt werden, sondern auch das kalte Buffet. Es wartete unter anderem mit einer Wurstplatte in Schützenscheibenform auf. Und einer Schützentorte inklusive Zielscheibe, Pistolen und Munition – alles essbar. Kreiert hat das Werk Konditormeisterin Liliana Eitel aus den Reihen der SG. Die Lebensmittelkünstlerin schnitt ihr Werk gemeinsam mit Schützenmeister Jürgen Hofmann an.

BU:
Böllerschützen:
Spalt unter Beschuss? Nein, es sind die Böllerschützen, die vor dem Schützenhaus mit ihren Salven das Bürger-, Gau- und Bundesschießen einläuten.

Eröffnungsschüsse:
Den Dreifachwettbewerbs eingeläutet haben die Schützenmeister des Gaus, des Bezirks und der SG Spalt, Josef Grillmayer, Gerold Ziegler (von links) und Jürgen Hofmann (vierter von links) samt Stellvertreter Karl Eitel und Ehrenschützenmeister Moritz Herzog senior (von rechts). Schirmherr und Bürgermeister Udo Weingart sowie Landrat Herbert Eckstein (dritter und vierter von links) komplettierten die Riege.
Festzug:
Entlang der Hauptstraße und durch den Kreisverkehr gelangte der Festzug vom Korn- zum Schützenhaus.
 
Schützentorte
Die Schützentorte steuerte Konditormeisterin Liliana Eitel bei, die das Kunstwerk gemeinsam Schützenmeister Jürgen Hofmann anschnitt.

Ziegler Hofmann:
Die Ehrenscheibe anlässlich des Bundesschießens konnte Bezirksschützenmeister Gerold Ziegler dem gastgebenden Schützenmeister Jürgen Hofmann überreichen (von links).

Bericht und Fotos: Jürgen Leykamm