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Ingeborg Eben erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten PDF Drucken E-Mail
Samstag, 24. Juli 2021
   21 Jahre an der Spitze des SV Tell Obermässing

21 Jahre an der Spitze der Schützen: Ingeborg Eben erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten Obermässing

Stolze 21 Jahre lang hat Ingeborg Eben das Amt der Schützenmeisterin im Schützenverein Tell Obermässing bekleidet. Das übt sie zwar nicht mehr aus, doch den inoffiziellen Titel der bis dato dienstältesten Amtsinhaberin im Schützengau Schwabach-Roth-Hilpoltstein hat ihr bis heute niemand streitig gemacht. Nun hat sie aus den Händen von Landrat Herbert Eckstein das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten erhalten. Aufgrund der Pandemie vielfach verschoben, konnte sie nun endlich stattfinden:

 

Die Auszeichnung der dienstältesten Schützenmeisterin im Gau Schwabach-Roth-Hilpoltstein, Ingeborg Eben vom Verein Tell Obermässing. Es gratulierten Landrat Herbert Eckstein, der zweite Schützenmeister Anton Schmid, Ehrengauschützenmeister Josef Grillmayer,Gredings Bürgermeister Manfred Preischl und stellvertretender Gauschützenmeister Michael Kahr, (von links) unter dem Applaus der Anwesenden. Gleich zu Beginn der Feierstunde im Sonderausstellungsraum des Gredinger Archäologie Museum hatte Eckstein aber erst noch eine ganz eigene Würdigung im Gepäck. Und zwar in Erinnerung an das Jahr 2002, als der von Eben geleitete Verein sein 100-jähriges Bestehen feiern durfte und zum großen Festzug lud. Kurzzeitig wollte damals das Wetter aber nicht mitspielen und so durfte der Landrat bei der Schützenmeisterin "Schirmherr" im wahrsten Sinne des des Wortes spielen. "Das war mein schönster Festzug!" bekundete Eckstein nun bei der Feierstunde, bevor er Eben einen Schirm als Geschenk überreichte. 1998, als sie ihr Amt antrat, sei eine Frau in dieser Position noch nicht so üblich gewesen. So bilde sie in der Region mit "die Speerspitze einer Bewegung". Was Greding anbetrifft, ist Eben die 16. Person, die mit dem "Ehrenzeichen für Verdienste für im Ehrenamt tätige Männer und Frauen" ausgezeichnet wird - aber erst die dritte Frau. Eigentlich müsse Obermässing anhand dieser Tatsachen als "ein Hort der Emanzipation" gelten, betonte der Landrat. Er würdigte Ebens Organisationstalent, das sie unter anderem beim Stemmen des besagten Jubiläums eindrucksvoll unter Beweis gestellt habe: "Das war eine Riesenleistung!" Schon ein Jahr später landete Eben ihren nächsten Coup. 2003 wurde mit ihr und ihrem Ehemann Ludwig als zwei der zehn Gründungsmitglieder die Böllergruppe des Schützenvereins ins Leben gerufen. Gegen Ende ihrer Laufbahn als Schützenmeisterin wurde es dann noch einmal richtig sportlich. Im März 2018 konnten die acht umgerüsteten elektronischen Schießstände in Betrieb genommen werden. Noch im gleichen Jahr aber galt es für Tell Obermässing, das Gauschießen auszurichten. Dank des Geschicks der Vereinschefin gingen beide Ereignisse reibungsfrei ineinander über. 2019 habe Eben dann "den Verein in sehr gutem Zustand hinterlassen und mit ihrem Tun einen Grundstein für dessen weitere Zukunft gelegt," so Eckstein. Zugleich ist sie seither weiterhin als Böllerreferentin der Obermässinger Schützen aktiv. Neben Ehrennadel und Urkunde gab es für sie aus den Händen des Landrats auch Ehrenamtskarte und Blumenstrauß. Einen solchen überreichte zugleich Gredings Bürgermeister Manfred Preischl. Die hohe Auszeichnung "hat sie sich absolut verdient!" betonte er. Mit den 21 Jahren im Amt sei sie nun in ihm "volljährig geworden und darf weiter mithelfen", spielte er auf ihre Referentinnentätigkeit an. Die Auszeichnung selbst "ist für mich eine große Ehre und Freude. Es war eine sehr schöne Zeit als Schützenmeisterin", erklärte die Gewürdigte selbst, die bereits 1980 in den Schützenverein eingetreten war. Lob gab es auch von einem treuen Wegbegleiter - dem jetzigen Ehrengauschützenmeister Josef Grillmayer. Er sei immer gerne zu Gast in Obermässing gewesen, sagte er. Anton Schmid als amtierender Zweiter Schützenmeister und Böllerschütze rief die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehens des Vereinskellers "Zum Bockstall" in Erinnerung. "Das war eines der schönsten unserer gemeinsamen Feste", unterstrich er.

 

Bericht und Foto: J. Leykamm